Ein Zitat
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| Fotos © Jörg Niederer |
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Noch ein Vogel, der sich bevorzugt im seichten Schlickwasser an Seen und Flüssen aufhält: die Bekassine. In der Bucht von Arbon haben sie ihre Scheu vor den Menschen weitgehend abgelegt und suchen unbefangen nach Nahrung. Es ist ein Trupp von etwa 10-15 Vögel, die da mit ihren langen, geraden Schnäbeln nach allerlei Getier im Schlick und Erdreich suchen. Während der Grosse Brachvogel (Siehe Beitrag vom 13. Februar 2026) seine Beute vor allem mit dem Gehör aufspürt, weisst der Schnabel der Bekassinen einen beweglichen vordersten Teil auf, mit dem sie die Beute im Untergrund erspürt und ergreifen können.
Auch die Bekassine ist eine Limikolenart. Dazu zählt man die Watvögel, sowie Regenpfeifer und ihre Verwandten. Also Vögel, die ihre Nahrung im Schlamm watend suchen und finden.
In der Schweiz sind Bekassinen, bis auf etwa zwei Monate von Mitte Mai bis Mitte Juli ganzjährig zu finden. Allerdings gibt es weniger als 100 Bruten bei uns. Grund ist der Lebensraumverlust durch Landwirtschaft und Siedlungsdruck, sowie der Mangel an ausreichender Nahrung.
Jörg Niederer

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