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Mittwoch, 10. September 2025

Freiflugjäger

Ein Zitat

Ein Baumfalke setzt zum Sturzflug an.
Foto © Jörg Niederer
"Man erkennt den Falken am Flug." Sprichwort aus Russland

Hingesehen

Libellen fliegen und jagen virtuos. Aber noch geschickter sind die Baumfalken. Sie pflücken Libellen und kleine Vögel aus der Luft. Davon habe ich schon gestern im Blog über Libellen geschrieben (Siehe aber auch den Beitrag vom 13. Juni 2023!). Pfeilschnell jagen die Zugvögel hinter ihrer Beute her.

Hier bei uns brüten die Baumfalken und ziehen ihre Jungen gross. Unlängst beobachtete und fotografierte ich gleich sechs dieser eleganten Raubvögel über dem Neeracherried. Später im Jahr dann werden sie ihrer Hauptbeute, den Schwalben, ins Winterquartier folgen. Doch jetzt sind sie noch in der Schweiz anzutreffen. 

Ein Baumfalke verspeist im Flug sein Beutetier, während eine Libelle in seiner Nähe gefährlich lebt.
Foto © Jörg Niederer
Baumfalken sind die einzigen, welche ihre Beute gleich auch in der Luft zerlegen und verzerren. Das sieht man schön auf dem zweiten Bild. Leider sind die Fotos nicht wirklich gut. Die Luftakrobaten waren viel zu weit weg. Aber als Beleg mögen sie gehen. Auf diesem zweiten Bild verspeist der Baumfalke ein leider undefinierbares Beutetier. Auch mit auf dem Foto ist eine Libelle. Sie lebt gefährlich in diesem Raubvogel-Ballungsgebiet.

Wer den geschickten Freiflugjägern zuschaut, wird fasziniert sein von deren Flugmanöver. Alles geschieht in hoher Geschwindigkeit und mit unglaublicher Präzision. So geht fliegen.

Jörg Niederer

Dienstag, 9. September 2025

Erwischt

Ein Zitat

Die Herbst-Mosaikjungfer, eine Libellenart, im Flug.
Foto © Jörg Niederer
"Magie bedeutet, das Wunder in jeder Kleinigkeit der Natur zu sehen, zu sehen, wie wunderbar die Glühwürmchen und wie magisch die Libellen sind."
– Ama H. Vanniarachchy, Journalistin aus Sri Lanka

Hingesehen

Endlich habe ich eine Libelle im Flug so fotografieren können, dass das Insekt auf dem Foto scharf abgebildet ist. Das ist gar nicht so einfach. Wobei man heutzutage vielfältig technisch von der Kamera unterstützt wird. So sucht sich die Kamera den Fokus selbst und verfolgt erst noch das Hauptmotiv, in diesem Fall eine Herbst-Mosaikjungfer. Wenn ich halb den Auslöser durchdrücke, nimmt die Kamera schon bis 15 Bilder auf. Falls ich beim Abdrücken eine halbe Sekunde zu spät war, ist das nicht weiter schlimm, sind doch nun 15 Bilder vor dem Abdrücken ebenfalls gespeichert. Das auch die Flügel der Libelle im Flug wie eingefroren erscheinen, liegt daran, dass die Verschlusszeit der Kamera bei 1/3200 Sekunde lag. Zuhause kann ich mir dann in aller Seelenruhe das beste Foto aussuchen, und wenn ich will, die anderen wieder löschen.

Auch bei der Nachbearbeitung des Bildes kann ich auf hervorragende Software zurückgreifen, die etwas die Schärfe erhöht oder das Foto fast verlustfrei Vergrössert.

Und doch, auch mit all dieser technischen Unterstützung war es nicht einfach, die Libelle im Flug zu erwischen. Oft war sie schon an einem anderen Ort, wenn ich sie noch da suchte, wo sie eben noch war. Dann wieder schwebte sie mehrere Sekunden am selben Ort, nur dass der Fokus der Kamera sich mehr für deren Hintergrund interessierte als für die Libelle selbst.

Nun ist es aber getan. Ist die Herbst-Mosaikjungfer nicht wunderschön anzusehen.

Morgen zeige ich euch, wer diese Tierchen als Leibspeise aus der Luft sammelt, und dabei, anders als ich, so gar keine Probleme hat, sie zu erwischen.

Jörg Niederer

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