Ein Zitat
"Die Zeit wo ist sie denn geblieben / Es wurden viele Bücher geschrieben / Was uns die Zukunft auch bringt / Sie kommt und vergeht wie der Wind" Jo Dantes
Foto © Jörg Niederer
Entdeckt
Als ich vor fast 50 Jahren mit Windsurfen begann, war das eine überaus spannende Sportart. Die Boards waren allerdings noch lange nicht ausgereift. Selbst kaufte ich mir ein Rennboard, das TC39 von Ten Cate. Mit seiner V-förmigen Unterseite war es recht kippelig und brauchte ordentlichen Wind, um seine Stärken auszuschöpfen.
Was damals hoch angepriesen wurde, ist heute Schnee von gestern. Nun war es damals ohne Auto kaum möglich, das fast 4 Meter lange und 20 Kilogramm schwere Brett an einen Schweizer See mit ausreichend Wind zu befördern, und so beendete ich diese Sportart dann irgendeinmal vor 40 Jahren. Ein Kollege übernahm das Board, und nutzte es wohl noch einige Zeit als eine Art Stehpaddelbrett.
Was heute dagegen abgeht auf den Schweizer Seen ist gegenüber meiner Zeit als Surfer geradezu atemberaubend. Der Modetrend heisst Wing Foiling. Ein aufblasbarer Flügel sorgt mit dem Wind zusammen für Antrieb. Dieser Flügel wird in den Händen gehalten und so jeweils einem Drachen gleich im Wind ausgerichtet. Dabei steht man auf einem Board, unter dem ein Hydrofoil angebracht ist. Ab einer gewissen Geschwindigkeit funktioniert dieses wie ein Flügel. Das Foil hebt das Board aus dem Wasser, der Wasserwinderstand verringert sich markant, was dazu führt, dass der Surfer erhöht über dem Wasser mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs ist.
Bei etwas mehr Wind sind beim Wing Foiling auch Sprung- und Flugeinlagen möglich.
Es ist ja unglaublich, wie sich der Wassersport auf Brettern in den letzten 50 Jahren verändert hat. Wie wird das wohl erst in 50 Jahren sein. Geht die Entwicklung in gleicher Weise weiter? Verlangsamt sie sich, oder ändert sich alles noch schneller?
Jörg Niederer





