Ein Zitat
"Dies ist der Herbst: der – / bricht dir noch das Herz! / Fliege fort! Fliege fort!" Friedrich Nietzsche (1844-1900)
Fotos: © Jörg Niederer
Entdeckt
Wer die Methodistenkirche von Aarberg sucht, muss zum Friedhof. Dort, direkt gegenüber an der Walperswilerstrasse steht ein Haus mit gotisch gestalteter Eingangspartie. Die Kapelle mit angedeutetem Turm wirkt auf mich wie eine kleine Burg. Jemand hat in der Apsis in Säcken verpackte Gegenstände für die bevorstehende Päckli-Aktion abgelegt. Über der Kirchenräumen hat es zwei Wohnungen. Die Menschen, die hier in der Kapelle zum Gottesdienst und zu anderen Angeboten zusammenkommen, gehören, wie schon die Methodistenkirche Lyss (Siehe Beitrag vom 13. Oktober 2026!) Zur Netzwerkkirche Seeland. Es scheint, dass an diesem Ort in Aarberg aber noch mehr kirchliches Leben stattfindet, als etwa in Lyss. Jedenfalls gehören beide Gemeinden seit 2025 zur gms Seeland. Die Hauptgemeinde ist in Studen. Ebenfalls zur Netzwerkkirche Seeland gehört Biel.
Biel und Studen werde ich nach meinem Abstecher nach Neuchâtel und St-Imier besuchen. Dazwischen liegt aber noch der Chasseral und damit ein Höhepunkt dieser Kapellentour. Ob die Traversierung des Juragipfels noch möglich sein wird in diesem Jahr, wird sich zeichnen.
Vorerst bin ich im Grossen Moos unterwegs und dabei auch in Walperswil durchgekommen. Welche Bedeutung dieser Ort für die Vermessung der Schweiz hatte, davon werden ich an einem anderen Tag schreiben. In Walperswil fanden bis ins Jahr 1982 methodistische Bibelstunden statt bei einem Ehepaar Mathys-Mathys. Wo genau, konnte ich nicht herausfinden, wohnen an diesem Ort doch auch heute noch viele Einheimische mit diesem Namen. Die Sonntagschule der Methodist:innen fand dagegen bis 1996 im Gemeindehaus statt, danach zwei weitere Jahre im Kirchgemeindehaus. Dann war in Walperswil Schluss mit methodistischer Präsenz. Bedient wurden die Angebote von Biel aus.
Da meine Kapellentour an diesem Tag noch weiterführte nach Täuffelen, bin ich nun für die Rückreise und Anfahrt auf einer anderen Bahnlinie unterwegs. Nicht mehr via Bern, sondern via Biel. Gut so, ist der Umsteigeweg in Bern wegen des Bahnhofumbaus doch ziemlich lang geworden.
Jörg Niederer





