Donnerstag, 10. September 2026

Wil mit Schloss

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Schlosswil. Rechts das Schloss Wyl, das dem Dorf den Namen gibt.
Foto: © Jörg Niederer
"Es rentiert nicht, aber es lohnt sich" Matthias Steinmann zum Erwerb und Unterhalt von Schloss Wyl

Entdeckt

Einst siedelten hier die Römer. Heute steht
das Dorf Schlosswil auf der Seitenmoräne des eiszeitlichen Aargletschers. Seit 1146 befand sich hier das Stammland der im 15. Jahrhundert ausgestorbenen Freiherren von Wiler. Von 1812 bis 2010 wirkte 
im später weiter ausgebauten Schloss die Behörde des Amtsbezirks Konolfingen. Seit 2011 kümmert sich die "Steinmann Stiftung Schloss Wyl" von Matthias Steinmann und seiner Firma Berakom um das Anwesen.

Der Stiftungszweck sieht allerlei Aufgaben bei der Verwaltung des Schlosses vor. Angeboten werden in den historischen Räumen Standesamtliche Trauungen, Hochzeitsfeiern, Anlässe von Behörden und Privaten, Vorträge und Lesungen, Seminarien, Workshops, Ausstellungen, besondere Aktivitäten für Schulen, Konzerte, Führungen, Theater und mehr.

Den rund 700 Bewohner:innen vom Ort Schlosswil scheinen die neuen Besitzverhältnisse zu passen. Die eigene Selbständigkeit als politische Gemeinde hat man vor einigen Jahren aufgegeben. Aufgrund einer Volksabstimmung fusionierten Grosshöchstetten und Schlosswil am 1. Januar 2018.

Wäre ich nicht auf meiner Kapellentour unterwegs, ich wäre wohl nie an diesen idyllischen Ort mit dem weitherum sichtbaren Schloss gekommen. Das Wandern abseits der breiten Massen hat halt auch seinen Reiz.

Jörg Niederer

Mittwoch, 9. September 2026

Standortwahl

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Oben: Die Markuskapelle in Worb wird seit 2025 nicht mehr von den Methodist:innen genutzt. Unten: Die ehemalige Kapelle der Methodist:innen in Münsingen steht nahe dem Bahnhof.
Fotos: © Jörg Niederer
"Wir haben traurige Leute. Wir haben enttäuschte Leute. Aber wir haben keine wütenden Leute mehr getroffen. Diejenigen, die mit auf den Weg gingen, können es verstehen und schweren Herzens akzeptieren. Das ist viel, dafür bin ich dankbar." Esther Bayer zur Beendigung der kirchlichen Arbeit in Worb.

Entdeckt

Fahren wir gleich fort mit der Vorstellung ehemaliger evangelisch-methodistischer Kapellen. Erwandert habe ich sie schon 29. August, und damit zeitlich der Etappe vorgezogen, die am vergangenen Montag von Bowil nach Schlosswil führte (siehe Beitrag vom 8. September 2026!).

Sowohl in Worb wie auch in Münsingen sind mir die ausgezeichneten Standorte der Kapellen und Liegenschaften wieder einmal aufgefallen. In Münsingen ist das Migros-Einkaufszentrum in direkter Nachbarschaft und zur Badi geht es nur unwesentlich weiter. In Münsingen, übrigens auch in Belp und Grosshöchstetten, befinden sich die Kapellen direkt beim Bahnhof. Die Kapelle Langnau ihrerseits befindet sich neben einem grossen Autoparkplatz. All das sind Standortvorteile. Man sollte meinen, dass dies einer Kirchgemeinde deutlich dabei hilft, Menschen auf die hilfreiche und motivierende Botschaft der Bibel aufmerksam zu machen und Gemeinschaft zu leben.

Doch Standortvorteil ist nicht alles. Das sieht man, wenn man Gemeinden anschaut wie die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) Breitenegg (Siehe Beitrag vom 27. Juli 2026). Man kann sich kaum einen remoteren Ort für eine lebendige Kirchgemeinde vorstellen.

Wie gut gelegen die beiden Kapellen in Worb und Münsingen sind, zeigt sich auch daran, dass wieder christliche Gemeinden dort wirken. In Worb ist es die Bewegungplus, in Münsingen die Freie Bibelgemeinde.

In Münsingen finden seit 2008 keine methodistischen Gottesdienste mehr statt. Das hat aber nichts daran geändert, dass gleich dreimal die methodistischen Tagungen der Jährlichen Konferenz Schweiz-Frankreich-Nordafrika an diesem Ort durchgeführt wurden, nämlich in den Jahren 2010, 2012 und 2016.

In Worb wurde die Gemeindearbeit in der Markuskapelle erst gerade 2025 eingestellt. Einen einfühlsamen Bericht dazu findet man auf der Webseite der EMK Schweiz.

Jörg Niederer

 


Dienstag, 8. September 2026

Kapellenverwandlung

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Oben: Die vermutlich ehemalige Kapelle der Methodisten in der Längenei bei Bowil ist heute ein Einstellraum. Unten: Die einstige methodistische Kapelle in Grosshöchstetten ist immer noch mit einem beschrifteten Schaukasten versehen.
Fotos: © Jörg Niederer
"Werden also nicht zu Recht die glücklich genannt, die nichts brauchen?" Platon (428-348 v. Chr.)

Entdeckt

In den Konferenzverhandlungen 2003 der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) ist der Eintrag zur Kapelle in der Längenei verschwunden, was darauf schliessen lässt, dass im Übergang von 2002 auf 2003 dort die Gottesdienste eingestellt wurden.

Anders sieht es mit der einstigen Kapelle in Grosshöchstetten aus. Die Konferenzverhandlungen listen ab 2008 nicht mehr die Predigt- und Sonntagschulplätze auf, sondern nur noch die Liegenschaften im Eigentum der EMK. Damit kann ich mit meinen aktuell zur Verfügung stehenden Mitteln nicht sagen, wann nach 2008 die Aktivitäten der EMK in Grosshöchstetten endeten. Im Verlauf der Konferenzaufzeichnungen wechselten schon früher die Bezeichnungen dieses Versammlungsorts von "Kapelle" zu "Säli". Warum? Vielleicht empfand man das Versammlungshaus nicht mehr als Kapelle. Das unterhalb des Bahnhofs gelegene Gebäude ist ja auch eher ein Wohnhaus denn ein Sakralbau. Vielleich wechselte aber auch das Haus den Besitzer, wobei die Gottesdienste am Ort noch einige Jahre weitergingen. Dass es sich um den einstigen Versammlungsort handelt, steht ausser Zweifel. Noch immer steht der mit dem Kirchennamen versehene Anschlagkasten vor dem Haus.

Weniger sicher bin ich bei der Kapelle in der Längenei. In diesem Weiler am Dürrbach gelegen, südlich von Bowil, hat nur das auf dem Foto oben abgebildete Gebäude entfernt den Charakter einer einfachen Holzkapelle ohne Türmchen. Heute ist es ein Einstellraum oder eine Werkstätte. Das Schiebetor an der Seite scheint nachträglich angebracht worden zu sein. Beim überdachten Eingang weisst ein Schild auf die sich aussen angebaute Toilette hin.

Falls es wirklich die methodistische Kapelle war, was ich annehme, so zeigt sich ein weiteres Merkmal. Solche Kapellen waren oft einfach errichtete Holzgebäude im Stil eines länglichen Schopfs. Das Gebäude musste ja auch nur seinen Zweck erfüllen. Dafür reichte ein Dach über dem Kopf, eine Toilette und vielleicht noch eine einfache Heizmöglichkeit.

Sowohl die EMK-Standorte Grosshöchstetten wie auch Längenei wurden von Signau aus bedient. Von den neun Wirkorten des Arbeitsfeldes waren Grosshöchstetten und Längenei nebst Signau die beiden mit einem kircheneigenen Gebäude. An den sechs anderen Orten versammelte man sich in angemieteten öffentlichen Gebäuden, z.B. Schulhäusern, oder dann bei Privatpersonen zuhause, z.B. auf Bauernhöfen (siehe Beiträge vom 25. August und 26. August 2026!).

Jörg Niederer

Montag, 7. September 2026

Der Muni von Vielbringen

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Ein Muni der hornlosen Fleckvieh-Simmental-Zucht. Sie ist ideal geeignet für die Mutterkuhhaltung.
Foto: © Jörg Niederer
"Kracht die Kuh durchs Scheunendach, wollt' sie wohl den Schwalben nach." Bauernregel

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In Vielbringen, einem abgelegenen Ortsteil von Muri, hält ein Bauer nebst einer Muttertierherde auch den passenden Stier dazu. In diesem Fall ist es wohl eine hornlose Variante des Fleckviehs Simmental. Das ist schon ein beachtlicher Brocken, der da in seiner Herde für Ordnung und Nachwuchs sorgt.

Der Zuchtstier in Vielbringen wird seinen Kühen wohl "viel bringen". Gut, das Wortspiel ist nicht so der Brüller. Zudem hat die Ortsbezeichnung rein gar nichts mit "viel" und "bringen" zu tun, sondern seine Wurzeln im Alemannischen und bedeutet: "bei den Leuten des Vilmar".

Und wenn wir schon dabei sind. In der Schweiz werden die Zuchtbullen oder -stiere auch "Muni" genannt. Vermutlich handelt es sich dabei um ein lautmalerische Wort. So wie beim Vogel, dem wir Kuckuck sagen. Der ruft Kuckuck. Entsprechend wird das Tier, das "muht", Mu(h)ni genannt. Dass auch die Kühe muhen, führt aber nicht dazu, dass man bei ihnen wie beim Muni verfährt. Die Kuh nennt man so in Anlehnung an die indogermanischen Ursprungsbezeichnung für "Rind". Und doch ist auch da Lautmalerisches zu vermuten. "Muh" und "Kuh" klingen zu ähnlich.

Jörg Niederer

Sonntag, 6. September 2026

Hinter der Mauer

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Wieder einmal: Abendrot am Hauptbahnhof Zürich.
Foto: © Jörg Niederer
Gott spricht zu Ezechiel vom Tempel her: "Du Mensch, das ist der Ort, an dem mein Thron steht. Hier ruhen auch meine Füße. Hier will ich für immer unter den Israeliten gegenwärtig sein. Das Haus Israel wird meinen heiligen Namen nicht mehr unrein machen – weder durch Hurerei noch durch die Leichen von Königen, die sie an Kultplätzen ablegen. Das gilt für die Israeliten und ihre Könige. Sie bauten ihre Wohnungen direkt neben meine. Nur eine Wand trennte uns. Durch die Schandtaten, die sie begingen, machten sie meinen heiligen Namen unrein." (Bibel: Ezechiel 43,7b-8a)

Entdeckt

Verdichtetes Bauen nennt man das, wenn man den Raum möglichst optimal ausnutzt und Haus an Haus setzt, nur mit einer Mauer dazwischen. Was Gott durch Ezechiel daran beanstandete, war, dass auf der einen Seite der Mauer Menschen Elend bewirkten, während es auf der anderen Seite heilig zu und her gehen sollte. 

Tracy Chapman singt im Lied "Behind the Wall" davon, wie sie nachts durch ihre Wohnungsmauer hindurch aus der Nachbarswohnung Schreie hört, und wie sie nicht mehr die Polizei ruft, welche, wenn sie komme, erst spät komme. Und helfen wolle die Polizei nicht, weil sie nicht einschreiten dürfe bei einer privaten Streiterei zwischen einem Mann und seiner Frau. Eine weitere, schlaflose Nacht für die Sängerin.

Als Christ:innen möchten wir möglichst nahe bei Gott leben, Tür an Tür. Aber wenn durch die Tür hindurch Schreie der Menschen zu Gott dringen, die von uns vergessen, geschlagen, verlacht und verachtet werden, dann findet Gott keine Ruhe in der Nacht dieser Welt. Wen wundert es, dass Ezechiel davon spricht, wie Gott nicht mehr Mauer an Mauer mit den Jerusalemer leben wollte. Was Gott wolle sei, dass ganz Jerusalem ein Tempel Gottes sei. Die Menschen sollen sich nicht hinter einer Mauer vor Gott verstecken, sondern im Angesicht Gottes leben, heilig, wie Gott selbst heilig ist (Bibel: 1. Petrus 1,16), in seinem "hochheiligen" Tempelbezirk (Bibel: Ezechiel 43,12).

Einmal mehr frage ich mich: Verstecke ich mich vor Gottes Unmittelbarkeit, wie hinter einer Mauer? Bin ich ein Tempel des Heiligen Geistes (Bibel: 1. Korinther 6,19)? Lebe ich in Abgrenzung zu Gott oder in Übereinstimmung mit seinem Willen und seiner Liebe?

Jörg Niederer

Samstag, 5. September 2026

Ein Fluss namens "Elvis"

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Der Zusammenfluss von Emme (rechts) und Ilfis (links), unweit von Langnau im Emmental.
Foto: © Jörg Niederer
"Die Wahrheit ist wie die Sonne. Du kannst sie einige Zeit abschirmen, aber sie wird niemals verschwinden." Elvis Presley (1935-1977)

Entdeckt

Man nennt es Confluence, wenn zwei Flüsse sich zu einem vereinen. Bei Emmenmatt ist es die Ilfis, die nach 24,7 Kilometern in die Emme fliesst. Sie ist also ein Nebenfluss der Emme, namentlich bekannt seit dem Jahr 1371. Woher der Name kommt ist unsicher. Er könnte abgeleitet sein vom gallischen "Elvis(i)ā" was "braun" oder "gelb" bedeutet. Eine Anspielung auf die Farbe des Wassers. Als ich den Zufluss der Ilfis in die Emme am 2. September 2026 fotografierte, war sie allerdings von den Algen grün gefärbt und stahl der Emme etwas die Show. So führte sie doch deutlich mehr Wasser als die Emme, die weitgehend ausgetrocknet daherkam. Es scheint, als hätte die Ilfis, welche in einer Karstlandschaft von nationaler Bedeutung am westlichen Abhang der Schrattenfluh entspringt, in ihrem Einzugsgebiet deutlich mehr Wasser abbekommen, als die Emme, die ihrerseits zwischen Hohgant und Augstmatthorn auf dem Gemeindegebiet von Habkern entspringt. Normalerweise führt die Emme hier durchschnittlich 7.27 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, die Ilfis dagegen nur 5,94 Kubikmeter.

Als ich vor einiger Zeit bei Aeschau vorbeikam, sah ich von weitem ein einzelnes Bauwerk, das aus der Ebene herausragte. Dort befindet sich an der Emme, etwas flussaufwärts von der Einmündung der Ilfis, die Grundwasserfassung der Stadt Bern, welche zu 70% durch die Emme gespeist wird. Gut möglich, dass das fehlende Wasser der Emme also in den durstigen Kehlen der Berner:innen gelandet ist.

Wie der Wasserstand aktuell beim Räbloch aussieht, ein Naturbrücke über die Emme etwas oberhalb von Eggiwil, weiss ich nicht. Vor Jahren durchwanderten wir im Wasser diese Stelle, damals geführt von einem Canyoning-Anbieter. Heute darf man hier im Sommer zwar immer noch durchgehen oder durchschwimmen. Ob das aber aktuell gerade Freude bereitet?

Mit Wassersport in der Emme ist es aktuell sowieso nicht weit her. Selbst an den tieferen Wasserstellen sollte man nicht baden, da diese die letzten Rückzugsgebiete der Fische sind. Dort ist das Wasser gerade noch kühl genug für sie. Der Trockenheit wegen darf aktuell sowohl an dem Emme wie an der Ilfis auch nicht geangelt werden.

Am Ufer der Ilfis sitzen und Musik von Elvis hören ist dagegen natürlich nach wie vor erlaubt, solange es nicht in Lärmbelästigung ausartet.

Jörg Niederer

Freitag, 4. September 2026

Wo wollen wir Vielfalt?

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"Am Anfang nicht Gier, sondern Atem / Am Anfang nicht Beute, sondern Geschenk / Am Anfang nicht Rechnen, sondern Staunen." Jacqueline Keune (1961*)

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Tobias Brülisauer referiert zum Auftakt der Schöpfungszeit im Botanischen Garten St. Gallen über "Kraut oder Unkraut".
Foto: © Jörg Niederer
Wie jedes Jahr luden die Ökumenischen Kommission Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) der beiden Kantone Appenzell und des Kantons St. Gallen zum Auftakt der Schöpfungszeit in den Botanischen Garten St. Gallen ein (siehe auch Beitrag vom 31. August 2026). Der Grüne Pavillon war an diesem Abend des 1. Septembers gut gefüllt, als Tobias Brülisauer, Biodiversitätsexperte und ausgewiesener Pflanzenkenner sein anregendes Referat hielt zum Thema "Kraut oder Unkraut". Als Praktiker mit viel Fachwissen gelang es dem Biobauern im Ruhestand gut, die Spannungsfelder zwischen Landwirtschaft und wild wuchernder Natur aufzuzeigen und einige Lösungsansätze zu benennen.

Ich lernte, dass in je unterschiedlichen Kontexten jede Pflanze zu einem Unkraut werden kann. Weiter erfuhr ich, dass die Natur keine Leerstellen mag, was zu einem Bewuchs um jeden Preis führt. Auch hat jede Pflanze ihre spezielle Aufgabe. Drittens gibt es in der Natur einen starken Trieb zur Diversität. Als Fazit seiner Ausführungen listete Tobias Brülisauer die folgenden Punkte auf:

  • Die Unterteilung Kraut – Unkraut ist menschengemacht
  • Es gibt keine unnützen Pflanzen!
  • Viele Pflanzen zeigen gestörte Verhältnisse an und sind da, um zu heilen
  • Landwirtschaft ist immer ein Eingriff in die Natur – übrigens Naturschutz oft auch
  • Der Erhalt einer grossen Biodiversität ist wichtig (Genetik der Zukunft)
  • Jeder Mensch sollte sorgfältig für sich entscheiden, was Kraut oder Unkraut sein soll.

Weiter ging der Abend mit einer Führung durch den Botanischen Garten. Dabei erfuhr man zu Beispiel, warum manche Schmetterlingsraupen in Ameisenhaufen gross werden und warum die Stachelseerose einen Tag weiss und einen Tag rosa blüht um dann unterzutauchen.

Der Abend wurde abgerundet mit einem Abendsegen, bei dem Brennnesseln und ihre Samen im Mittelpunkt standen, sowie dem anschliessenden Tradition gewordenen Apéro.

Jörg Niederer


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