Samstag, 20. Juni 2026

Das Konferenzbüsi

Ein Zitat

An der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche in Hunzenschwil ist auch ein junges Büsi als einzige Katze unter 240 Menschen mit dabei.
Fotos © Jörg Niederer
"Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen." Ernest Hemingway (1899-1961)

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Katzenbilder sind ja nicht so der Brüller. Es gibt sie wie Sand am Meer, und ernst genommen werden sie kaum. Doch bei dieser Katze handelt es sich um eine Premiere. Zum ersten Mal ist meines Wissen eine Katze mit dabei and der Tagung der Evangelisch-methodistischen Kirche Schweiz-Frankreich-Nordafrika. Das Büsi begleitet seine Besitzerin an diesen Ort mit 240 menschlichen Delegierten. Schnurrli lässt sich vor dem Betrieb nicht aus der Ruhe bringen. 

Übrigens: Man muss keine Katze sein, um an diesem Anlass in Hunzenschwil reinzuschauen. Besucherinnen sind herzlich willkommen in der 3x3-Halle. Ganz besonders sind alle zum Konferenzsonntag mit dem Ordinationsgottesdienst eingeladen. Hier ist es wichtig, sich ein kostenloses Ticket zu besorgen. Das gilt für wirklich alle, die dabei sein wollen, also für Pfarrpersonen und Laienmitglieder der JK, genauso wie für alle Mitwirkenden sowie weiteren Besuchenden, vom Baby bis zur Hundertjährigen. Das Ticket kann über die Webseite der Jährlichen Konferenz abgerufen werden oder auch direkt bei Eventfrog.

Jörg Niederer

Freitag, 19. Juni 2026

Konferenz-Anzeichen

Ein Zitat

Wegweiser zu den verschiedene Bereichen finden sich bei grossen Konferenzen mehr als üblich.
Fotos © Jörg Niederer
"Das einzige, was aus einer Konferenz herauskommt, sind die Leute, die hinein gegangen sind." Herkunft unbekannt

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Konferenzen haben ihre Eigenarten und Erkennungsmerkmale. So wird alles exzessiv angeschrieben, damit sich auch ja alle zurecht finden. Es gibt jeweils einen Empfang, und dann gibt es diese Namensaufkleber oder Namensschilder oder der Name findet sich an einer Kordel um den Hals. Meist hat man wenig Platz und muss zum Essen und auf den Toiletten anstehen. Toiletten sind eher unten, da ist auch der Gepäckraum. Oben dagegen ist der Ruheraum, und bei christlichen Anlässen oft auch ein Gebetsraum. Oben, den da ist man näher bei Gott.

Die Sanität ist auch organisiert, man kann sich mit Getränken eindecken und irgendwas Kleines essen. Diskutiert wird auch, mehr oder weniger, je nach Raumtemperatur. Manchmal riecht es nach Schweiss. Manch einer nickt ein während eines längeren Monologs.

Genau so wird es auch heute morgen sein, wenn die Evangelisch-methodistische Kirche Schweiz-Frankreich-Nordafrika auf dem Gelände der 3x3 EMK Region Lenzburg in Hunzenschwil tagt. Ich liebe es dabei zu sein. 

Übrigens: Alle können reinschauen. Ganz besonders herzlich sind alle zum Konferenzsonntag mit dem Ordinationsgottesdienst eingeladen. Hier ist es wichtig, sich ein kostenloses Ticket zu besorgen. Das gilt für wirklich alle, die dabei sein wollen, also für Pfarrpersonen und Laienmitglieder der JK, genauso wie für alle Mitwirkenden sowie weiteren Besuchenden, vom Baby bis zur Hundertjährigen. Das Ticket kann über die Webseite der Jährlichen Konferenz abgerufen werden oder auch direkt bei Eventfrog.

Jörg Niederer

Donnerstag, 18. Juni 2026

Starke Männer und die Konferenz

Ein Zitat

Impressionen vom Infrastruktur-Aufbau am Tagungsort der Jährlichen Konferenz in Hunzenschwil. Starke Männer helfen dabei und geniessen dann auch verdient den Zvieri.
Fotos © Jörg Niederer
"Die Evangelisch-methodistische Kirche leitet Menschen dazu an, Jesus Christus nachzufolgen. Der Heilige Geist befähigt sie dazu, kühn zu lieben, bereitwillig zu dienen und entschlossen voranzugehen." Vision Statement der Evangelisch-methodistischen Kirche

Entdeckt

In den nächsten Tagen werde ich hier Beiträge zur Tagung der Jährlichen Konferenz posten. Die Evangelisch-methodistische Kirche Schweiz-Frankreich-Nordafrika tagt auf dem Gelände der 3x3 EMK Region Lenzburg in Hunzenschwil. In einem Moment der überaus hohen Selbsteinschätzung habe ich die Projektleitung für diesen grösseren Anlass übernommen. Dank der Mithilfe erfahrener Mitarbeitenden ist bis jetzt alles gut gegangen. Gestern war der erste Tag, an dem wir gröbere Infrastruktur-Bauten erstellten. Da wäre das Zelt vor der 3x3-Halle, aber auch die Inneneinrichtung ist in vollem Gang. Heute folgt die Technik. Morgen Freitag um 9.00 Uhr beginnt die Kirchenversammlung. Die Nervosität ist bei den Verantwortlichen schon leicht gestiegen.

Die meisten Sitzungen sind öffentlich. Ganz besonders herzlich sind alle zum Konferenzsonntag mit dem Ordinationsgottesdienst eingeladen. Hier ist es wichtig, sich ein kostenloses Ticket zu besorgen. Das gilt für wirklich alle, die dabei sein wollen, also für Pfarrpersonen und Laienmitglieder der JK, genauso wie für alle Mitwirkenden sowie weitere Besuchende, vom Baby bis zur Hundertjährigen. Das Ticket kann über die Webseite der Jährlichen Konferenz abgerufen werden oder auch direkt bei Eventfrog.

Jörg Niederer

Mittwoch, 17. Juni 2026

Zelten und beraten

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2007 half ich mit beim Aufstellen der Zelte anlässlich der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche. Damals waren es 10 einzelne Zelte für das Fest "begägne" mit Jahrmarkt und mehr.
Foto © Jörg Niederer
"Die Jährliche Konferenz (Kirchenparlament) ist verantwortlich für die Arbeit der Kirchgemeinden in der Schweiz, Frankreich, Belgien und Nordafrika." Webseite der EMK Schweiz

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Es sind fast schon 20 Jahre her, seit ich das letzte Mal beim Aufstellen grosser Zelte geholfen habe. Damals war es das Fest "begägne" anlässlich der Tagung der Jährlichen Konferenz 2007 der Evangelisch-methodistischen Kirche in Zofingen. Ich war verantwortlich für die Logistik bei der Errichtung von gut 10 Grosszelten.

Heute Abend wird es wieder einmal soweit sein. Ich werde beim Aufbau des Essenszelts helfen anlässlich der Tagung der Jährlichen Konferenz Schweiz-Frankreich-Nordafrika (JK) auf der Liegenschaft der 3x3 EMK Region Lenzburg in Hunzenschwil. In diesem Jahr werden kleinere Brötchen gebacken. Die Tagung wird verkürzt durchgeführt. Sie beginnt erst am Freitag, 19. Juni und dauert bis nach dem Ordinationsgottesdienst am Sonntagmorgen, 21. Juni.  

Erwartet zu den Beratungen werden rund 240 Personen, je zur Hälfte Pfarrpersonen und Laienmitglieder aus den verschiedenen Kirchgemeinden.

Am Sonntag findet ab 9.30 Uhr der Ordinationsgottesdienst vor Ort statt. Parallel dazu gibt es Angebote für Kinder von 0-6 und 7-12 Jahren. Danach kann man sich an Ständen mit einem Mittagessen (auf eigene Kosten) eindecken.

Noch etwas ganz Wichtiges: Aus Platzgründen ist es nötig, sich für den Konferenzsonntag anzumelden. Das gilt für wirklich alle, also für Pfarrpersonen und Laienmitglieder der JK, genauso wie für alle Mitwirkenden sowie weitere Besuchende, vom Baby bis zur Hundertjährigen. Das Anmeldeformular ist über die Webseite der Jährlichen Konferenz abrufbar oder auch direkt bei Eventfrog.

Das Ticket ist kostenlos erhältlich. Die Besucherobergrenze liegt bei 600 Personen. (Für alle anderen: Am Ordinationsgottesdienst und allen anderen Feiern kann man auch per Livestream teilnehmen.)

Die Tagung der Jährliche Konferenz wird auch darum verkürzt geführt, weil in diesem Jahr nach längerer Pause wieder einmal das Jungschar-Schweizertreffen STR26 stattfindet. Statt eines zusätzlichen JK-Nachmittagsprogramms am Sonntag sind alle eingeladen zum STR26-Besuchstag vom Samstag, 1. August. Besuchende, die dort am Gottesdienst teilnehmen, reisen um 11:00 Uhr an. Dieser findet im Festzelt statt. Alle anderen reisen um 12:30 Uhr an. Ab dann ist der Lagerplatz für alle zur Besichtigung geöffnet. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Jörg Niederer

Dienstag, 16. Juni 2026

Hoffentlich!

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Tänzerinnen der Albanischen Tanzgruppe bei ihrem Auftritt an der "Stunde voller Hoffnung" vom Sonntagmorgen am Mitsommerfest in Frauenfeld. Im Hintergrund sieht man die Sänger:innen vom Union Gospel Choir.
Foto © Jörg Niederer
"Friede wünsch ich dir / und Friede wünsch ich mir / Friede mit ois allne und für die ganzi Wält." Lied, gesungen bei der "Stunde voller Hoffnung" vom vergangenen Sonntag in Frauenfeld

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Sie nannten es "Eine Stunde voller Hoffnung", doch eigentlich war es ein Gottesdienst. Nun ist es so, dass bei einem interreligiösen Anlass die Beteiligten keine falschen Erwartungen wecken wollen. Sie wollen sich zwar über die Konfessions- und Religionsgrenzen nahe sein, aber dann doch nicht zu nahe. Also darf es nicht Gottesdienst genannt werden, denn Muslime und Christen feiern keine gemeinsamen Gottesdienste. Auch das mit der Stunde voller Hoffnung stimmte nur bedingt, dauerte der Anlass doch beinahe 90 Minuten. Je mehr Prediger – es waren alles Männer – sie vertraten die katholische Pfarrei St. Anna Frauenfeld, die Albanisch islamischen Gemeinschaft Frauenfeld, die Neuapostolischen Kirche Frauenfeld und die Evangelische Kirchgemeinde Frauenfeld, desto mehr Worte, desto länger geht es halt. Doch da war ja auch noch der begeisternde Union Gospel Choir und die Albanische Tanzgruppe, die mit ihren Liedern und Tänzen Farbe und Vielstimmigkeit zelebrierten, an diesem Sonntagmorgen auf der Stadtbühne des Mitsommerfests 2026 in Frauenfeld. Multikulturell und multireligiöse – das passte wunderbar zum Abstimmungssonntag, an dem eine beachtliche Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten dem Vorhaben einer fremdenfeindlichen und isolationistischen Schweiz eine Absage erteilten. Zum Zeitpunkt der Feier stand dieses Ergebnis allerdings noch nicht fest. Noch herrschte das Prinzip Hoffnung.

Diese Hoffnung klang auch an bei einem Poetry Slam-Beitrag. Dies Hoffnung wurde zelebriert, indem ein Hoffnungsbaum mit Hoffnungsworten geschmückt wurde (er wird so auf dem Friedhof Frauenfeld eingepflanzt), indem kleine Anker mit Glitzerfarben verschönert wurden und indem ein Speed-Dating der Hoffnung zu neuen Begegnungen führten.

Also mir hat diese Vielfalt der Hoffnung gefallen und Mut gemacht, weiter für eine offene Gesellschaft in unserem Land einzustehen.

Jörg Niederer

Montag, 15. Juni 2026

Der Gehäuseschneckenschreck

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Die Larve eines Gelben Schneckenhauskäfers sitz auf dem leeren Gehäuse ihres Opfers, einer Hain-Bänderschnecken.
Foto © Jörg Niederer
"Der Mensch von heute: das dümmste Lebewesen, das die Erde hervorgebracht hat: Er kriecht mit seinem Auto in der Großstadt wie eine Schnecke, nimmt die Umweltgifte in sich auf wie ein Staubsauger und ist obendrein noch stolz auf das, was er zustande gebracht hat." John B. Priestley (1894-1984)

Entdeckt

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, Gehäuseschnecken von exponierten Stellen auf Trottoirs und Strassen vorsichtig aufzuheben und in Sicherheit zu bringen. Dabei ist es wichtig, die Tiere anzuklopfen, damit sie sich vom Boden lösen, denn anders können sie schwer verletzt werden. Beim fotografierten Schneckenhaus sah ich jedoch sogleich, dass es wohl leer war, lag es doch auf dem Rücken. Indem ich es umdrehte, entdeckte ich zu meiner Überraschung ein raupenartiges Wesen, das sich später als Larve des Gelben Schneckenhauskäfers herausstellte. Nebst diesem Gelben gibt es bei uns nur noch eine weitere Variante des Schneckenhauskäfers. Alle ernähren sich im Larvenstadium von Gehäuseschnecken, die sie mittels Giftbiss töten. Dabei bohren sie ein Loch in das Kalkgehäuse der Schnecke, fressen die Schnecke auf und bleiben bis nach der Häutung geschützt im nun leeren Schneckenhaus. Danach verlassen sie es wieder durch ein weiteres, von ihnen gebohrtes Loch im Gehäuse. Warum sie nicht durch die natürliche Öffnung des Schneckenhauses ein- und ausgehen? Wohl, weil die Schecke diese Öffnung immer einmal wieder fest mit dem Untergrund verankert und verschliesst. Es ist unsicher, wie oft sich die Larve des Schneckenhauskäfers häutet. Beobachten wurden 3-8 Zyklen, wobei jedes Mal eine Schnecke dran glauben muss.

Interessant ist bei dieser Käferart auch der Geschlechterdimorphismus. Während das ausgewachsene Männchen wie ein hübscher kleiner Käfer mit Flügeln ausschaut, gleicht das Weibchen einer unförmigen Made ohne Flügel (Siehe Foto bei Wikipedia!). Da kann man wohl schon sagen: (In diesem Fall äusserliche) Gegensätze ziehen sich an.

Jörg Niederer

Sonntag, 14. Juni 2026

In Booten ausgesetzt

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Sehnsuchtsort Europa: Der Kräutergarten zu Allerheiligen in Schaffhausen gehört zu den schönsten Klostergärten der Schweiz. Er könnte für das von vielen gesuchte Paradies stehen.
Foto © Jörg Niederer
"Länger konnte sie ihn (Baby Mose) nicht verborgen halten. Deshalb nahm sie ein Kästchen aus Papyrus und dichtete es mit Asphalt und Pech ab. Dann legte sie das Kind hinein und versteckte es im Schilf am Ufer des Nil." Bibel: 2. Mose 2,3 

Entdeckt

Im Film "Prinz von Ägypten" oder einem anderen Streifen über Mose wird die Geschichte des kleinen Knaben auf dem Nil dramatisch dargestellt. Die wilde Strömung, die das Bastkörbchen umher wirft, Wellen die es zu verschlingen drohen... Ist da nicht auch noch ein Krokodil irgendwo auf der Lauer. Ein Wunder, dass dieses Kind überlebt und dann geradewegs via Pharaonentochter in höchste Kreise aufsteigt. Mutterinstinkt und Weiblichkeit retteten Mose vor dem sicheren Tod. In die falschen Arme getrieben, etwa in die eines ägyptischen Hofberaters, wäre Mose eines der weiteren ermordeten Kinder auf dieser Welt geworden.

Es sind die stärksten jungen Menschen, die von ihren Familien auf die Reise gesandt werden. Junge Afrikaner, sie reisen aus dem Sudan, aus Eritrea, Nigeria und Kamerun via Niger nach Algerien oder Marokko, um dort in hochseeuntauglichen Booten die Strasse von Gibraltar zu überqueren. Andere nehmen die Route über Mauretanien und Westsahara an die Küste, um dort auf die Kanarischen Inseln überzusetzen. Jedes Jahr ertrinken in der Strasse von Gibraltar 1000 und mehr Emigrant:innen. Weitere hunderte Hoffnungslose verschwinden spurlos vor den Kanaren. Die Frontex beobachtet die Flüchtenden mit Infrarotsichtgeräten und schickt sie in der Regel wieder zurück. Und dann kommen einige der Flüchtenden an, und da ist keine ägyptische Pharaonentochter, und niemand kommt auf die Idee, dass diese Menschen gerade dem Tod entronnen sind. Bis auf wenige, z.B. die Mütter mit kleinen Kindern, werden sie einfach wieder zurückverfrachtet, und manchmal werden sie auch irgendwo in der algerischen Wüste ausgesetzt. In Italien beschlagnahmt die Behörde widerrechtlich die Boote der private Rettungskräfte auf Monate hinaus und strengt Gerichtsverfahren gegen die an, welche lediglich das tun, wozu wir alle moralisch verpflichtet sind: Leben zu retten, ohne Ansehen der Person.

Wird Gott uns einmal fragen, was wir für diese aus dem Wasser Geretteten gewesen sind?

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Das Konferenzbüsi

Ein Zitat Fotos © Jörg Niederer "Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen....