Sonntag, 4. Oktober 2026

Noch einmal: Abschied vom Schlagerpfarrer

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Der Jodelklub Hirzel singt in Wädenswil im Erntedank-Gottesdienst, in dem der Schlagerpfarrer Stefan Moll verabschiedet und der Schlagerpfarrer Simon Züricher begrüsst wird.
Foto: © Jörg Niederer
"Ein frohes Stündlein, / ist's nicht ein Fündlein? / jetzt haben wir's, jetzt sind wir froh." Johann Peter Hebel (1760-1826)

Entdeckt

Am vergangenen Sonntag wurden der Schlagerpfarrer Stefan Moll in einem Erntedankgottesdienst in der Evangelisch-methodistischen Kirche Wädenswil feierlich in den Ruhestand verabschiedet und zugleich der neue Schlagerpfarrer Simon Zürcher in diese Aufgabe eingesetzt (Siehe Beitrag vom 28.09.2026!). Wer bei diesem volkstümlichen Gottesdienst nicht vor Ort dabei sein konnte, hat heute eine zweite Chance. Dieser Gottesdienst wurde vom Sender musig24.tv aufgezeichnet. Der Festgottesdienst wird heute um 10.00 Uhr auf musig24.tv erstausgestrahlt. Es folgen Wiederholungen am Montag, 5. Oktober 2026 um 14.10 Uhr sowie in der Dienstagsnacht (6. Oktober 2026) um 00.15 Uhr. Der Sender kann auch über das Festnetz blue TV von Swisscom empfangen werden.

Jörg Niederer

Samstag, 3. Oktober 2026

Ein Lob auf 22 Millimeter

Der Belpberg von Belp aus gesehen.
Foto: © Jörg Niederer

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"Das Haupt in Sonnenstrahlen, der Fuss in 'schlechtem Wetter.'" Wilhelm Raabe (1831-1910)

Entdeckt

Oben: Aussicht von Hof Simmlern (Belpberg) auf die Berner Alpen. Unten: Der Hof der Familie Schär auf Simmlern. Hier fanden einst methodistische Bibelstunden statt.
Fotos: © Jörg Niederer
"22 Millimeter". Die Altbäuerin hebt die Hände freudenstrahlend. Soviel hat es in der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober auf dem Belpberg geregnet. Während ich auf den letzten Wanderungen kaum eine Wasserlache und viele ausgetrocknete Bäche gesehen habe, ist diesmal alles anders. Wassertropfen hängen an Blüten und Samenständen. Bäche begleiten mich gurgelnd entlang der Wanderwege.

Auf meinem Weg von Münsingen nach Belp über den Belpberg, ein markanter, 11 Kilometer langer und 3-4 Kilometer breiter isoliert stehender, glazial gebildeter, knapp 400 Meter hoher Bergrücken, besuche ich wieder einmal eine methodistische Wirkstätte. Knapp unterhalb des Chutzen, mit 893 Metern höchsten Punkt des Belpbergs, liegt der Bauernbetrieb der Familie Schär. "Simmlern" nennt sich die Örtlichkeit südlich von der Ortschaft Belpberg. In den Konferenzverhandlungen der Methodistenkirche steht "Semmlern" und als Tätigkeit an diesem Ort "Predigt". Der Ortsname sei falsch, hat im Vorfeld der Wanderung die mir gut bekannte Cousine der eingangs erwähnten Bäuerin erklärt und mir auf der Karte genau gezeigt, zu welchem Hof ich gehen müsse. Für einmal bin ich mir beim Standort also sicher.

Vor dem Hof lärmt eine grosse Pumpe. Verschiedene Autos stehen herum. Erst suche ich vergeblich. Doch dann, auf mein Klopfen an der Wohnungstür, öffnet eine älter Frau und begutachtet mich fragend und leicht misstrauisch. Ich erkläre, wer ich bin und was ich tue, bringe Frau Schär die Grüsse ihrer Cousine, und nach und nach kommen wir zwischen Tür und Angel ins Gespräch. Es sei schon lange her, als noch Prediger der Methodistenkirche von Münsingen und Worb hier oben Bibelstunden (nicht Predigten!) gehalten hätten. Nun, Bibelstunden waren wohl oft nichts anderes als verkappte Predigten, die an Tischen und nicht von der Kanzel gehalten wurden. Gekommen zu diesen Stubenversammlungen seien aber fast ausschliesslich Menschen aus der Umgebung, und eigentlich alle seien sonst ins EGW (Evangelisches Gemeinschaftswerk) gegangen. Dass es Pfarrer der Methodistenkirche waren, die hier diesen Dienst getan hätten, liege wohl an verwandtschaftlichen Beziehungen.

Und dann bricht die Bäuerin beim Abschied in dieses spontane Dankgebet für den Regen aus. Und wieder einmal wird mir bewusst, wie wetterabhängig der Beruf von Landwirt:innen ist.

Jörg Niederer

Freitag, 2. Oktober 2026

Platz mit Chirurgiegeschichte

Ein Zitat

Ansicht eines Teils des Kocherparks in Bern.
Foto: © Jörg Niederer
"Es ist eine Pflicht der Menschlichkeit, Waffen zu schaffen, die den Gegner kampfunfähig machen, ohne ihm irreparable, grausame Zerstörungen zuzufügen." Emil Theodor Kocher, Chirurg und Nobelpreisträger (1841-1917)

Entdeckt

Westlich neben der Überbauung, von der ich gestern schrieb, und in der sich einst das methodistische Alfa-Zentrum befand, versteckt sich der Kocherpark hinter Mauern und Hausfassaden. Ich finde ihn etwas steril mit seinen weiten Rasenflächen. Und doch ist er mitten in der Stadt ein erholsamer Ort. Das war nicht immer so. In den Jahren 1991-1992 war hier die offene Drogenszene von Bern zu finden. Ähnlich dem Platzspitz von Zürich erhielt der Kocherpark dadurch schweizweit eine wenig schmeichelhafte Berühmtheit. Paradox, ist der Park doch nach dem Arzt, Chirurgie-Professor und Nobelpreisträger Emil Theodor Kocher benannt. Eine Büste von ihm, geschaffen von Max Fueter, findet sich denn auch im Park und nennt die Lebensdaten des berühmten Mediziners: 1841-1917.

Den Nobelpreis erhielt Kocher 1909 für seine experimentellen Forschungen zur Schilddrüsenchirurgie und ‑physiologie. Er war der erste Chirurg, der den Nobelpreis erhielt.

Im Kocherpark gibt es keine Drogenszene mehr. Was auch besser zu dieser grünen Oase zwischen den Blocks passt. Auch gut passt der Blick zu den Hochbauten des Insel-Universitätsspitals.

Jörg Niederer

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Kirchenliquidation

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Da, wo sich heute das Hotel Ador in Bern befindet, wirkte viele Jahre die methodistische Gemeinde Bern-Villette in den selben Räumen wie das Hotel Alfa.
Foto: © Jörg Niederer
"'Wirf weg, damit du nicht verlierst!' ist die beste Lebensregel." Christian Friedrich Hebbel (1813-1863)

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Es waren schwierige und düstere Jahre für die Evangelisch-methodistische Kirche in der Schweiz. Innert weniger Jahre mussten aufeinander der Betrieb der kircheneigenen Druckerei CVB Buch und Druck eingestellt werden; das Hotel Viktoria Hasliberg, ein anderes Werk der Kirche, musste wegen des drohendem Konkurses verkauft werden, und auch die EMK Bern-Villette und das Hotel- und Konferenzzentrum "alfa" musste aufgegeben und liquidiert werden.

Der Gebäudekomplex an bester Lage in Nähe zum Hauptbahnhof Bern sieht heute nicht viel anders aus als im Jahr 2004, als hier die kirchliche Arbeit beendet werden musste. Nur ist da eben nicht mehr das alfa-Zentrum, sondern das "Ador" von der Hotelgruppe Sorell zu finden ist. 

Dabei begann alles 1973 mit einem innovativen Konzept: Hotel und Kirchgemeinde in den selben Räumen. Die Säle und Sitzungszimmer wurden so gestaltet, dass sie sowohl als kirchliche Räume wie auch für Konferenzen genutzt werden konnten. Übersetzungskabinen waren in den unterirdischen Kirchensaal integriert. Auch eine Orgel wurde eingebaut. Übrigens waren alle kirchlichen Räume ohne natürliches Licht im 1.bis 4. Untergeschoss zu finden, während Restaurant und Hotelzimmer darüber angelegt waren.

Meine ersten Erinnerungen an das alfa-Zentrum gehen auf das Jahr 1978 zurück, als ich an einer grossen Jugendveranstaltung dort teilgenommen habe. Während des Theologiestudiums absolvierte ich das sechswöchige Gemeindepraktikum in der Villetten-Gemeinde und lernte dabei so einiges vom damaligen Pfarrer Ernst Gisler. Er wohnte mit der Familie im obersten Stock in einer Wohnung, die heute wohl Teil des Hotels ist. Später dann besuchte ich als Pfarrer mit Jugendlichen im alfa-Zentrum eine Lesung der Theologin Dorothee Sölle. Auch Kurt Marti, Dichterpfarrer von Bern, war unter den Zuhörenden. Sehr oft fanden später kirchliche Sitzungen in diesem Haus statt, an denen ich aus beruflichen Gründen teilgenommen habe. Gegessen wurde dann jeweils gleich im Hotelrestaurant.

Als 1999 die Methodistenkirche das alfa-Zentrum aus finanziellen Gründen in eine Genossenschaft überführte, zeichnete sich ab, dass die damals 212 Methodist:innen ihre geistliche Heimat verlieren würden. Bis 2003 blieb der Gemeindebetrieb als Mietverhältnis gewährleistet. Ab 2004 ist der Bezirk Bern-Villette nicht mehr separat in der Statistik der Kirche aufgeführt. Das bedeutet wohl, dass ab dann die Gemeindeglieder sich entweder auf die anderen Gemeinden verteilten oder die Kirche verliessen. 2009 jedenfalls befand sich die Genossenschaft Alfa-Zentrum Bern in Liquidation. Die Evangelisch-methodistische Kirche musste dabei 6 Millionen Franken abschreiben. Auch die Berner Kantonalbank verlor bei dieser ordentlichen Liquidation einen Teil der geschuldeten 7,5 Millionen Franken. 

Bleibt noch zu sagen: Im Alter von 4 bis 6 Jahren lebte ich in Bern. Damals besuchten wir die Villette-Gemeinde, beziehungsweise die Kapelle der Methodist:innen, die damals an dieser Stelle stand. Irgendwo gibt es ein Foto, wie unsere Familie vor dem Eingang jener alten Kapelle steht. Vielleicht finde ich das Foto ja wieder einmal. Wer weiss.

Jörg Niederer

Mittwoch, 30. September 2026

Kapellen werden und vergehen

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Oben: Die einstige Wesley-Kapelle im Breitenrainquartier von Bern ist heute ein Kulturzentrum. Unten. Ob das wirklich die einstige Markuskapelle in Bern-Liebefeld ist? die Wahrscheinlichkeit ist gross.
Fotos: © Jörg Niederer

"Von der Methodistenkapelle zu Berns erster Adresse für Chanson & Kabarett"
Quelle: La Capella, Bern

Entdeckt

Gestern schrieb ich von einstigen 8 Methodistenkirchen in der Stadt Bern. Nun, es waren nur 7. Bei einer Liegenschaft handelte es sich lediglich um ein Wohnhaus.

Schauen wir heute auf zwei sehr verschiedene Kapellen. Beginnen wir mit der Kapelle, die nach den Gründern der methodistischen Bewegung in England benannt und noch heute so angeschrieben ist, der Wesley-Kapelle. Sie steht im Quartier Breitenrain, war einst ein eigenständiger Kirchenbezirk und zählte 1981 noch 102 Mitglieder. 1993 wurde dort die methodistische Arbeit dann eingestellt. Interessanter Weise findet sich auf der aktuellen Webseite zur Liegenschaft (ich komme noch dazu!) der Hinweis, dass in der 1907 erbauten Kapelle der letzte Gottesdient 1998 stattfand. Vermutlich wurde die Kapelle also von einer anderen Gemeinschaft einige Jahre kirchlich weitergenutzt, bis im Jahr 1998 dann dort ein Kulturzentrum eröffnet wurde, das "La Cappella". So wird die Wesely-Kapelle heute genannt. Auf der Webseite spricht man von einem Vierteljahrhundert mit "grossartiger Kleinkunst", von Sternstunden in der "Wohlfühlkapelle", davon, dass in den letzten 27 Jahren über einen halbe Million Besucher:innen gezählt wurden.

Ganz anders die Markuskapelle in Bern-Liebefeld. Sie war Teil des Kirchenbezirks Bern-Lukaskapelle, also eine sogenannte Aussenstation. Als Standort wird Könizbergstrasse 5a angegeben. Dort steht heute die auf dem unteren Bild abgebildete Liegenschaft. Wie man sieht, ist es ein schon älteres Gebäude. Der Zusatz "a" zur Hausnummer gibt es heute nicht mehr. Eine Bewohnerin, welche seit 2006 im Haus wohnt, weiss zwar von einer Kapelle, die etwa 150 Meter entfernt stand, da wo sich heute ein blaugestrichenes grosses Mehrfamilienhaus befindet. Dass es sich bei einem Teil des Hauses an der Könizbergstrasse einst um eine Kapelle handelte, davon weiss sie nichts. 

Die zwei Türen - sie sehen beinahe ein wenig wie die Eingänge der Judenhäuser in Endingen und Lengnau aus (Siehe Beitrag vom 22. November 2023!), könnten ein Indiz sein, dass im einen Hausteil (Haushälften 5a und 5b mit je eigenen Eingängen?) sich tatsächlich einst die Methodist:innen versammelten. Jedenfalls findet sich ab 1991 in den kirchlichen Dokumenten kein Hinweis mehr auf methodistische Versammlungen an diesem Ort. Die Bewohnerin des Hauses, mit der ich sprach, wusste davon, dass hier einmal ein Schuhmacher wirkte und auch ein Blumenladen untergebracht war. Heute ist dort ein Fahrradverlag "VeloKultur" untergebracht und es finden Ausstellungen statt, aktuell gerade passend zum Thema Schuhe. Im verwilderten Garten entdecke ich eine hübsche schwarze Katze. Das Haus wirkt lebendig, Menschen gehen ein und aus. Ebenfalls im Haus zu finden ist eine Gemeinschaftspraxis für Atemtherapie, Psychosoziale Beratung und Craniosacral-Therapie. Auch eine Abschieds- und Ritualbegleiterin gehört zum Praxisteam. Die 3-Zimmer-Wohnung im 2. Obergeschoss ist aktuell ausgeschrieben für CHF 1740.- exkl. Nebenkosten. Gesucht werden nette Nachbarn.

So also kann Leben in der einstigen Kirche auch aussehen.

Jörg Niederer

Dienstag, 29. September 2026

Ein Tag in der Bundeshauptstadt

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Oben: Rolf Wyder und Jörg Niederer in den Strassen von Bern-Bümpliz. Unten. Die methodistische Zionskapelle an der Nägeligasse 4 in der Innenstadt von Bern.
Fotos: © Jörg Niederer
"Menschen ohne ein Dach über dem Kopf finden bei uns eine Herberge für eine Nacht. Die Gemeinschaft beim Znacht und Zmorge ist ein wichtiger Teil dieses Angebotes." Information der Berner Methodistenkirche zum Projekt "Eine Nacht schenken".

Entdeckt

Auf meiner Kapellentour bin ich schon länger auch im Raum Bern unterwegs. Zwar fehlt noch ein kleines Teilstück über den Belpberg. Das werde ich, wenn das Wetter mitspielt, noch diese Woche begehen.

Kommen wir aber zur Stadt Bern. Hier gibt es zwei aktive methodistische Gemeinden. Da wäre einmal die durch jüngere Menschen assistierte Altersheimgemeinde im Altersheims Weyergut in Wabern (Siehe dazu der Beitrag vom 24. August 2026!). Interessanter Weise ist hier auch die methodistische Jungschar Terra Nova von Bern beheimatet.

In der Innenstadt findet man die Zionskapelle an der Nägeligasse 4. Aktuell ist Rolf Wyder leitender Pfarrer. Ihn habe ich, nachdem ich auch die letzten bisher noch nicht besuchten vier einstigen methodistischen Standorte in der Stadt erwandert habe, zum Mittagessen im Sternen Bümpliz getroffen. Dabei erzählte er mir auch von der bemerkenswerten sozialdiakonischen Arbeit, welche diese Gemeinde stemmt. Zu nennen wären das "Caffè Berna", das "Gasse-Kafi" und "Eine Nacht schenken". Auch eine Wandergruppe der Gemeinde gibt es.

Auch anderes erfuhr ich von Rolf. Aufgewachsen in Bern-Bethlehem in einem dieser markanten Hochhäusern im zweitobersten Stock zeigte er mir so en passant die Orte seiner Jugend. Mit Plätzen der Kindheit verbinden sich jeweils viele Erinnerungen und bekommen dadurch einen höheren biografischen Wert als so manche anderen Episoden aus dem weiteren Leben. Mir geht es jedenfalls so, dass es mir jeweils besonders Freude bereitet, diese Kindheitsplätze anderen Menschen zu zeigen. Auf diesem Weg zurück in die Zeit der Jugend von Rolf kamen wir auch unweit des Hauses von Kuno Lauener, Leadsänger von Züriwest vorbei.

Zurück zur Methodistenkirche in Bern. Von einst sieben aktiven Gemeinden gibt es also heute noch zwei, wobei sich ein Grossteil der Arbeit auf die Gemeinde der Zionskapelle konzentriert. Was aus den anderen sechs Standorten geworden ist, davon werde ich dann in einem weiteren Beitrag hier berichten.

Jörg Niederer

Montag, 28. September 2026

Der Schlagerpfarrer geht, der Schlagerpfarrer kommt

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Pfarrer Philipp Kohli (links) spielt in der Rosenbergkappelle der Evangelisch-methodistischen Kirche Wädenswil dem scheidenden Schlagerpfarrer Bälle zu.
Foto: © Jörg Niederer
"Was die Leute überhaupt nicht brauchen können, ist, dass jemand kommt und sagt: Das hättest du besser machen sollen! … Die Leute müssen hören: Gott ist da – auch wenn das Leben nicht perfekt ist." Stefan Moll, Schlagerpfarrer im Ruhestand

Entdeckt

Fernsehaufzeichnung in der zum Erntedankfest festlich geschmückten Rosenbergkapelle der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Wädenswil. Anlässlich seiner Pensionierung wurde der Schlagerpfarrer Stefan Moll verabschiedet.

Bereits seit gut 12 Jahren gibt es die geistlichen Angebote auf dem Schlagermusik-Fernsehkanal musig24.tv. Von Anfang an dabei war Stefan Moll, EMK-Pfarrer und kreativer Kopf verschiedenster Projekte. Verabschiedet wurde er am gestrigen Sonntag von der Schlagerfamilie, eine Community von treuen Schlagerfans, meist in fortgeschrittenem Alter. Für sie haben die Formate "Stammtisch", "Grüss Gott" und "der Gottesdienst" dem Hunger nach geistlicher Nahrung und Lebenssinn eine Antwort gegeben. Regelmässig traf sich dieses Stammpublikum auch im realen Leben.

Stefan Moll gelang es in all den Jahren gut, zwischen den verschiedenen Rollen und Aufgaben zu jonglieren. So wurden ihm denn auch nach der Gottesdienstaufzeichnung in der Laudation von Philipp Kohli, seines Zeichens EMK-Pfarrer und verantwortlich für die "Kirche-anders"-Projekte (zu denen auch die Schlagerfamilie gehört) einige befreiende Bälle zugeworfen und herzlich gedankt für die intensive Zeit als Schlagerpfarrer.

Auf den Schlagerpfarrer Stefan Moll folgt Schlagerpfarrer Simon Zürcher. Im vergangenen Jahr konnte er Stefan Moll begleiten und sich so in diese neue Aufgabe einarbeiten. Das Fest wurde durch den Jodelklub Hirzel und die Buure-Band musikalisch passend bereichert und klang beim von Jugendlichen servierten Kirchenkaffee aus.

Jörg Niederer

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Ein Zitat Foto: © Jörg Niederer "Ein frohes Stündlein, / ist's nicht ein Fündlein? / jetzt haben wir's, jetzt sind wir froh....