Mittwoch, 11. März 2026

Stern am Waldboden

Ein Zitat

Der Zweiblättrige Blaustern blüht unweit vom Hallstattgrab auf dem Sonnenberg im lichten Wald.
Foto © Jörg Niederer
"Selbst der strengste Winter hat Angst vor dem Frühling." Sprichwort aus Finnland

Hingesehen

Der Zweiblättrige Blaustern blüht noch etwas früher als die Veilchen. In Auenwäldern kann er grosse blaue Teppiche bilden. Unweit vom Hallstattgrab (Siehe Beitrag von gestern!) bei Reinach blüht er nur in wenigen Exemplaren. Gepflückt werden sollte er auf keinen Fall, auch nicht für kleine Sträusse. Erstens ist er giftig und kann bei Hautkontakt allergische Reaktionen auslösen. Zweitens ist er geschützt, in manchen Kantonen sogar streng geschützt.

Wie andere Frühblüher ist er mit einer Zwiebel versehen. Für die eigene Verbreitung sorgt er mittels eines Tricks. Er produziert Ameisennahrung. Die Ameisen kommen und holen sich die Leckerbissen. Dabei transportieren sie gleich auch noch die Samen an andere Orte. Eine Win-Win-Situation. Ameisen haben so früh im Jahr etwas zu knabbern, und die Blausterne erschliessen sich neue Wirk- und Wachstumsstätten. Die Dritten, die etwas davon haben, sind all jede, welche sich an der Schönheit des Zweiblättrigen Blausterns erfreuen können.

Jörg Niederer

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