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Samstag, 28. März 2026

So sieht es aus

Ein Zitat

Primeln im Schnee beim Plättli-Zoo Frauenfeld.
Foto © Jörg Niederer

"Die liebe Erde hat ihr Winterkleid abgelegt..."
Ludwig Tieck (1773-1853) - oder doch eher wieder "angelegt"!

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Als hätte der Gärtner Styropor über die Primeln gestreut. Der Schnee, der in Frauenfeld gefallen ist, weist eine Konsistenz auf zwischen Flocke und Hagel. Die Primeln halten dem kalten Granulat still, warten ab, bis wieder der Frühling die Oberhand gewinnt. Lange dauert es nicht, doch heute ist es noch einmal so richtig kalt.

Jörg Niederer

Freitag, 16. Januar 2026

Wieder einmal Winterwandern

Ein Zitat

Jörg Niederer im Winterwald beim Aufstieg von Zürich Altstetten nach Uitikon Waldegg.
Foto © Sabine Möckli
"Der Sommer macht mir heisse Plage, / Die Herbstluft ist veränderlich; / Drum stimmt die Liebe mit mir ein: / Der Winter soll mein Frühling sein." Johann Christian Günther (1695-1723)

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Der meteorologische Winter 2025/2026 ist zur Hälfte Geschichte. Seit meine beiden grossen Zehen mit Arthrose gesegnet sind, ist das Gehen auf weichem, stark nachgebendem Untergrund beschwerlicher geworden. Das gilt insbesondere für Schnee. So schaute ich vergangenen Dienstag bei der Weiterwanderung auf der Kapellentour mit etwas Sorge auf die zu erwartende Winterlandschaft zwischen Zürich-Altstetten und Bonstetten. Tatsächlich war ich fast 80% des Weges auf Schnee unterwegs; und o Wunder, es ging sich ausgezeichnet. Mit Stöcken war selbst die Gefahr, auf glattem Untergrund auszugleiten, ein beherrschbares Risiko. Dank Sonnenschein zeigte sich die Winterlandschaft von ihrer besten Seite. All dies Vorteilhafte hob meine Stimmung ins Himmelweite. Auch die gelegentlichen Pflotsch-Stellen an besonders sonnenexponierten Lagen nahe den Bäumen konnten der Dichte und Wärme der Wanderschuhe nichts anhaben. Es war ein weiterer, wunderbarer Tag in meinem Leben. Das tut, wie man so sagt, der Seele gut.

Jörg Niederer

Donnerstag, 4. September 2025

Nützlicher Gemeiner Efeu

Ein Zitat

Efeudolde im Gegenlicht.
Foto © Jörg Niederer
"Pläne die Luft und das Wasser, die Wildnis und Natur zu beschützen, sind auch Pläne, den Menschen zu beschützen." Stewart Udall (1920-2010)

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Der Zitronenfalter überwintert gerne im Innern eines Efeudickichts. Dort verharrt er in Kältestarre mit geschlossenen Flügeln. Dabei gleich er einem Efeublatt, das entlang des Stils gefaltet wurde. Seine leicht grünliche Flügelaussenfläche macht die Illusion perfekt. Der Falter ist bestens getarnt und mit Frostschutzmittel im Blut zudem winterhart.

Efeu ist eine ideale Versteck- und Futterpflanze. Da der Efeu erst im Herbst blüht, sind diese Pflanzen bei allerlei Insekten sehr beliebt. Die dunkelblauen Beeren sind ab Januar bis April in einer Zeit mit wenig Vogelnahrung besonders wichtig. Efeu schadet entgegen landläufiger Meinung den Bäumen, an denen er hochwächst, nicht. Auch ist er kein Schmarotzergewächs. Daher sollte er nicht entfernt werden. Wird er trotzdem abgetötet, kann an zuvor durch den Efeu beschatteten Stämmen die Rinde Sonnenbrand bekommen.

In der christlichen Symbolik steht Efeu für die Unsterblichkeit und spiritueller Widerstandskraft. Er wechselt über die Jahre seine Blattform. Sie wird herzförmig. Da wünscht man sich, dass auch die Menschheit sich über die Jahre verändert, so dass Herz und Liebe eine immer grössere Rolle spielen.

Übrigens: Wer auf dem Laufenden bleiben will über die Beiträge in diesem Blog, kann sich in die WhatsApp-Gruppe NichtNurNatur eintragen.

Jörg Niederer

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