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Dienstag, 4. November 2025

Astronomisches

Ein Zitat

Dr. phys., Drs. h.c. Arnold Benz, emeritierter Professor am Institut für Teilchen- und Astrophysik der ETH Zürich anlässlich der Rezitation aus seinem Buch "Unfassbar verschwenderisch" an der methodistischen Pfarrweiterbildung in Interlaken.
Foto © Jörg Niederer
"Das Universum meint es gut mit uns. / Danke ihm, der dahintersteht!" aus: Arnold Benz, "Unfassbar verschwenderisch - Astronomische Psalmen" Zürich 2023, Seite 77

Hingesehen

Die Pfarrweiterbildung der Evangelisch-methodistischen Kirche begann mit einer Rezitation aus dem Buch "Unfassbar verschwenderisch - Astronomische Psalmen" des emeritierten Professors für Teilchen- und Astrophysik Dr. phys., Drs. h.c. Arnold Benz (*1945). Entstanden während der Pandemie, ist das Büchlein ein Versuch, die wissenschaftlichen Erkenntnisse von heute in Worte zu fassen, die Staunen und Ehrfurcht auslösen. Rezitiert wurden die Psalmen von der Schweizer Schauspielerin, Sängerin und Sprecherin Dorothée Reize (*1954). Dazu erklangen Impressionen von Peter Künzler an der Klarinette. Fotografien aus und vom Weltraum illustrierten Worte und Klänge. So entstand an diesem Abend ein stimmiger Auftakt zur Weiterbildung über Fragen zu Glaube und Naturwissenschaft.

Hier ein Ausschnitt aus dem Psalm "Sternentstehung" (Arnold Benz, "Unfassbar verschwenderisch - Astronomische Psalmen" Zürich 2023, Seite 86f).

"Sterne entstehen aus Gas / in interstellaren Wolken.
…
Im Universum entstehen / über dreitausend neue Sterne pro Sekunde. / Eine unglaubliche Menge! / Das Universum quillt über vor Kreativität. / Sie übersteigt alle meine Vorstellungen, / neue Sterne, neue Planeten, neue Möglichkeiten. / Ich bin überwältigt.
Wozu, Gott, diese vielen Himmelskörper, / dieses riesige Universum? / Warum so unbegreiflich, / so unfassbar verschwenderisch?"

Jörg Niederer

Montag, 3. November 2025

Verschwenderisches Nichts

Ein Zitat

Im Nebel verschwindet der Zürichsee am Horizont im Nichts.
Foto © Jörg Niederer
"Werden wir eines Tages an eine Grenze kommen, / wo das Forschen aufhört, / weil es keine kleineren Teile zu entdecken gibt? /Stossen wir auf Fingerabdrücke des Schöpfers? / Wartet Gott auf dem Grund / des leergetrunkenen Bechers / der atheistischen Naturwissenschaft, / wie das einer [Werner Heisenberg] mal behauptete?" Arnold Benz (*1945) im Buch "Unfassbar verschwenderisch", Zürich 2023, S.53

Hingesehen

Zugegeben, das Foto ist ziemlich aussagearm. Auch könnte es überall an einem Gewässer aufgenommen worden sei. Entstanden ist es am Samstag bei nebligem Wetter am Zürichsee. Da ist etwas zu sehen. Eine feine Linie teilt Wasser und Nebel. Ganz nahe im seichten Bereich sind auch einige Steine auszumachen. Aber sonst ist da fast nichts.

Genau darum wird es auch gehen an der Pfarrweiterbildung der Evangelisch-methodistischen Kirche. Es geht um Glaube und Naturwissenschaft. Den Auftakt macht heute Abend Arnold Benz, seines Zeichens emeritierter Professor am Institut für Teilchen- und Astrophysik der ETH Zürich. Er entführt die Teilnehmenden in poetischer Weise ins beinahe Nichts des Weltalls. Da gibt es schon einiges zu sehen. Aber noch mehr ist da das, was ein Mensch nicht sehen kann. Arnold Benz liest Astronomische Psalmen aus seinem Büchlein "Unfassbar verschwenderisch". 

Gespannt darauf bin ich auch, wenn wir mit der Evangelisch-reformierten Theologin Prof. Dr. theol. Christina Aus der Au Heymann in den Kopf der Menschen blicken und dabei erkenntnistheoretische Fragen mit eben diesem Kopf bedenken. 

Dann ist da auch noch Dr. theol. Manuel Schmid, Co-Leiter im RefLab. Mit ihm geht es dem offenen Theismus auf den Grund. Ob es da dann heiter wird und der Nebel sich lichtet? Wir werden sehen.

Jörg Niederer

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