Ein Zitat
"Es ist eine Pflicht der Menschlichkeit, Waffen zu schaffen, die den Gegner kampfunfähig machen, ohne ihm irreparable, grausame Zerstörungen zuzufügen." Emil Theodor Kocher, Chirurg und Nobelpreisträger (1841-1917)
Foto: © Jörg Niederer
Entdeckt
Westlich neben der Überbauung, von der ich gestern schrieb, und in der sich einst das methodistische Alfa-Zentrum befand, versteckt sich der Kocherpark hinter Mauern und Hausfassaden. Ich finde ihn etwas steril mit seinen weiten Rasenflächen. Und doch ist er mitten in der Stadt ein erholsamer Ort. Das war nicht immer so. In den Jahren 1991-1992 war hier die offene Drogenszene von Bern zu finden. Ähnlich dem Platzspitz von Zürich erhielt der Kocherpark dadurch schweizweit eine wenig schmeichelhafte Berühmtheit. Paradox, ist der Park doch nach dem Arzt, Chirurgie-Professor und Nobelpreisträger Emil Theodor Kocher benannt. Eine Büste von ihm, geschaffen von Max Fueter, findet sich denn auch im Park und nennt die Lebensdaten des berühmten Mediziners: 1841-1917.
Den Nobelpreis erhielt Kocher 1909 für seine experimentellen Forschungen zur Schilddrüsenchirurgie und ‑physiologie. Er war der erste Chirurg, der den Nobelpreis erhielt.
Im Kocherpark gibt es keine Drogenszene mehr. Was auch besser zu dieser grünen Oase zwischen den Blocks passt. Auch gut passt der Blick zu den Hochbauten des Insel-Universitätsspitals.
Jörg Niederer
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