Ein Zitat
"Im Mittelpunkt unseres Handelns steht der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Interessen." Von der Webseite vom Wohnguet Täuffelen
Fotos: © Jörg Niederer
Entdeckt
Vier Gebäude gehören zum Wohnguet Bethesda Alterszentrum in Täuffelen. Das Hauptgebäude mit 26 Alterswohnungen, ein damit verbundenes Nebengebäude mit 12 Alterswohnungen, Ein freistehendes Wohngebäude mit 22 Wohnungen direkt an der Hauptstrasse, sowie dem ebenfalls freistehenden Ziegelhaus daneben, einem 2024 fertig erstellten Mehrzweckgebäude. Im Hauptgebäude befindet sich zudem das Restaurant Ambience. Weiter finden sich auf diesem Areal auch die Gemeindebibliothek und die Musikschule, ein MediZentrum, die Pflegeabteilung, die Physiotherapie, die Kinesiologie, die Fusspflege und der Coiffeur Haarguet.
Alles sieht neu und modern aus. Auf dem Nebenhaus sind Profile ausgesteckt. Das Gebäude soll wohl um ein Stockwerk erhöht werden. Während ich draussen fotografiere, werde ich von einer Mitarbeiterin, die sich gerade auf dem Weg zur Arbeit befinde, angesprochen. Ich erkläre, dass ich methodistischer Pfarrer bin, und Bethesda ein ebenfalls methodistisches Diakoniewerk sei. Sie bestätigt und lobt den Betrieb und die wunderbaren Alterswohnungen. Architektonisch sind vor allem die beiden Gebäude an der Hauptstrasse zu erwähnen. Sie strahlen einen modernen Scharm aus.
Dann begebe ich mich ins Restaurant. Da es gerade mal halb Eins am Mittag ist, herrscht Hochbetrieb. Viele der älteren Bewohner:innen sind beim Mittagessen oder eben gerade fertig geworden damit. Doch ich darf gerne an einem noch leeren Tisch Platz nehmen. Ich bestelle mir Vermicelles und ein Bier. Am Nachbartisch sitzt eine Männerrunde, wohl Gemeindeangestellte aus der Nachbarschaft. Das Servicepersonal wirkt etwas gestresst, aber ich werde schnell und kompetent bedient. Immer wieder blicke ich aus dem Fenster. Von der etwas erhöhten Lage des Hauses hat man einen ausgezeichneten Blick über das Grosse Moos. Am Nachbartisch erzählt eine ältere Person, sie habe einen ganzen Tag lang vergebens eine Person anzurufen versucht, es sei aber niemand ans Telefon gegangen. "Das ist doch seltsam!" ist ihr Kommentar. Doch dann meint sie, vielleicht sei es ja die falsche Nummer gewesen. Wie sie es sagt, wirkt sie etwas zerknirscht, wird aber gleich von ihren Tischnachbarinnen getröstet.
Da der Bahnhof Täuffelen nicht weit vom Wohnguet entfernt ist, muss ich mich nicht sonderlich beeilen. Die Wege sind kurz, die Stadt Biel und der See sind nicht weit. Dieses Haus ist eine Entdeckung. Würde ich in diesem Teil der Schweiz wohnen, vielleicht würde ich mich um einen Altersplatz an diesem Ort bemühen. Faszinierend, wie bisher alle Bethesda Alterszentren, die ich mir auf meinem Kapellenweg anschauen konnte, einen vorzüglichen ersten Eindruck machten. Gerade auch das Wohnguet in Täuffelen scheint mir ein weiteres Aushängeschild der Stiftung Diakonat Bethesda zu sein.
Jörg Niederer
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