Ein Zitat
"Im Gegensatz zum ökologischen Fussabdruck, der den eigenen Schaden an der Natur misst, zeigt der Handabdruck, was wir positiv für eine nachhaltige Zukunft bewirken können." Aus einem Blog von Netzwerk-Pfarrer Stef Gerber
Fotos: © Jörg Niederer
Entdeckt
Wer sagt denn, dass es so etwas nur in Deutschland gibt. Gestern hatten die Morgenzüge nach und von Bern deutliche Verspätung, so dass ich beinahe eine Stunden in Lyss auf den Anschlussbus Richtung Wiler bei Seedorf hätte warten müssen. So kehrte ich die Wanderrichtung um, fuhr nach ca. 20 Minuten mit dem Postauto nach Aarberg, um dann via Lyss nach Wiler zu wandern.
Im Seeland gibt es seit kurzem eine methodistische Netzwerkkirche, bestehend aus den Standorten Biel, Lyss, Studen und Aarberg. Verschiedene Angebote werden teils an mehreren Orten, teils nur an einem Ort durchgeführt. In Lyss bin ich an der Kapelle vorbeigewandert. Das markante Gebäude steht nicht weit vom Bahnhof an der Rosengasse 7. Auf der Südwestseite fällt ein moderner Liftschacht auf. Im Erdgeschoss befindet sich der Kirchenraum, in den Obergeschossen sind es Wohnungen. Das Wohnhaus, das sich entlang der Strasse nordöstlich anschliesst gehört auch der Evangelisch-methodistischen Kirche. Aus meiner Zeit Als Distriktsvorsteher kann ich mich an die Sanierung dieser Wohnhäuser erinnern, und dass die Gemeinde wollte, dass zur gleichen Zeit auch ein Lift an die Kapelle angebaut wird.
Die Gemeinde in Lyss war einst sehr dynamisch und methodistisch etwas untypisch. Heute scheint der Standort Aarberg deutlich mehr kirchliche Angebote und mehr Gemeindeleben zu bieten.
In Lyss gibt es noch einen weiteren Wirkort der Methodist:innen. Bis ins Jahr 1986 wurde im "Alten Pulverhaus", ein einfaches Gebäude am Dammweg 42, Sonntagschule abgehalten. Über dieses historische Gebäude in Lyss habe ich auf die Schnelle keine weiteren Hinweise gefunden. Pulverhäuser dienten in der Regel dem Militär als Lagerstätte für Munition und Sprengstoff. Da sich das Gebäude über die Jahre Bautätigkeit heute nicht mehr am Rand der Stadt befindet, sondern mitten in einem Wohnquartier, musste der ursprüngliche Zweck des Hauses friedlicheren Nutzungsmöglichkeiten weichen. Heute steht das trutzig wirkende Häuschen mit kleinem angrenzenden Park idyllisch zwischen Einfamilienhäusern unweit der Alten Aare.
Die friedliche Nutzung eines einstigen Militärobjekts als Sonntagschule ist ja fast schon eine "Schwerter-zu-Pflugscharen"-Geschichte.
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