Ein Zitat
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| Foto: © Jörg Niederer |
Entdeckt
So beginnt ein Zahlenspruch aus der Bibel. Sieben Dinge werden zusammengefasst, die Gott hasst, die er zutiefst verabscheut. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der letzten Bemerkung: "...und einer, der Streit unter Brüdern entfacht." Das darf es, das soll es bei Menschen nicht geben, die auf Gott hören und sehen.
Nun tönt diese Reihe von Eigenschaften, die Gott verabscheut, etwas düster. Stolz, Lüge, Mord und Todschlag, finsteres Pläneschmieden, Meineid und Streitlust - das sind alles Dinge, von denen Christ:innen die Hände lassen sollten. Aber reicht das schon? Ich glaube, richtig herausfordernd wird es, wenn wir diesen Text in positive Verhaltensweisen umformulieren.
Dann könnt er so lauten:
"Sechs Dinge sind bei Gott beliebt, sieben bereiten ihm grosse Freude: Selbstlose Augen, die die Not der Andern sehen; eine ehrliche Sprache; Hände, die Menschen helfen, die uns nie etwas Guten tun würden (vergleiche Bibel: Matthäus 5,44); ein Herz, das nur das Beste sucht für andere und sich selbst (vergleiche Bibel: Matthäus 5,8); Füsse, die eilen das Gute zu tun; Zeugen, die der Wahrheit verpflichtet sind (vergleiche Bibel: Matthäus 5,6); und Menschen, welche Frieden schaffen unter verfeindeten Menschen (vergleiche Bibel: Matthäus 5,5)."
So umformuliert werden die Worte hochspannend und herausfordernd. So geht es nicht mehr nur darum, was man nicht tun soll, sondern dass wir zugleich das richtige tun.
Jörg Niederer

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