Ein Zitat
"Als die Leute aus Aschdod am andern Morgen hinkamen, sahen sie: Der Gott Dagon war zu Boden gestürzt! Er lag auf seinem Gesicht vor der Lade des Herrn. Da richteten sie das Standbild des Dagon wieder auf und stellten es an seinen Platz zurück." Bibel, 1. Samuel 5,3
Foto © Jörg Niederer
Hingesehen
Glaubst du an den Gott der Auferstehung, oder an den Gott des dauernden Zusammenbruchs? Musst du deinen Gott immer wieder aufrichten, oder ist es dein Gott, der dich aufstellt? Verliert dein Gott immer wieder Kopf und Hände (1. Samuel 5,4), also seine Handlungsfähigkeit, oder gibt dir dein Gott Handlungsmöglichkeiten für ein gutes Leben? Gefragt ist nach deinem Gottesbild.
Wenn wir meinen, wir müssten Gott beschützen, bewachen und kontrollieren, dann schleichen sich seltsame, unsinnige Glaubenshandlungen ein in unserem Leben. So wie es bei den Menschen von Aschdod war, die nicht mehr auf die Türschwelle zu treten wagten, auf der Dagons Kopf und Hände hingefallen waren (1. Samuel 5,5).
"Min Gott isch so gross, so stark und so mächtig, gar nüüt isch unmöglich mim Gott" heisst es in einem Kinderlied. Mein Gott braucht nicht meine Schutzmassnahmen für ihn, er beschützt mich. Darum traue ich Gott zu, ohne menschliche Hilfe Gott zu bleiben.
Zum Foto: Zu sehen ist die Propsteikirche Santo Stefano in Tesserete, deren Anfänge in das Jahr 1078 zurückreichen.
Jörg Niederer
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen