Freitag, 8. Mai 2026

Auf Hoffnung hoffen

Ein Zitat

Sarah Staub und Michael Nickel am Poesie- und Klavierabend im Hirschli in Zürich.
Foto © Jörg Niederer
"Meine Texte sind eben nie ganz fertig, sondern immer fragmentarisch." Sarah Staub, Autorin

Hingesehen

Geschichten, mit einem Reptil. Geschichten, die von Gott handeln, mit dem man sich auseinandergelebt hat. Geschichten von speziellen Hoffnungsmenschen, und von solchen mit wenig Hoffnung aber viel Optimismus. Erzählt wurde vom Goldauer Bergsturz, davon, dass man sich einem Gefühlswelt-Konglomerat, einer existenziellen Trümmerlandschaft stellen müsse, ja könne. Von Autofahrten und Warteräumen handelten die Erzählungen. Es sind Sarah Staubs auch autobiografische Geschichten, gelesen von ihr, hartnäckig ehrlich, unverschämt hoffnungsvoll, leicht und schwer zugleich. Dazu die Klaviermusik vom Michael Nickel, voller Energie, voller Klangfarben, faszinierend, emotional. Fremde Melodien, die mir doch vertraut vorgekommen sind.

Im Café Hirschli in Zürich durfte die Gästeschar mit den Künstler:innen "Auf Hoffnung hoffen" – so der Titel dieses Poesie- und Klavierabends. Das gelang vorzüglich. Da war Zuversicht ohne Weltflucht, da war freudige Ruhe, inmitten einer dissonanzreichen Wirklichkeit.

Rund zwanzig Personen liessen sich auf diesen Abend ein. Viele kannten sich, lernten sich in der Pause kennen.

Hinter dem Anlass stand das Reflab, dieses digitale Lagerfeuer der Reformierten Zürichs.

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, sich von Sarah Staub und Michael Nickel auf ihre Gedankenreisen mitnehmen zu lassen.

Am Samstag, 9. Mai um 19.30 Uhr in der Methodistenkirche an der Rosenbergstrasse 4 in 8820 Wädenswil.

Und am Sonntag, 10. Mai um 16.00 Uhr in der Methodistenkirche an der Turnhallenstrasse 11 in 4460 Gelterkinden.

Jörg Niederer

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