Dienstag, 13. Januar 2026

Ein Japaner aus China in Zürich

Ein Zitat

Eine Dolde des Japanischen Papierbusches, noch bevor die goldgelben Blüten zu sehen sind, ist aufgrund seiner behaarten Kelchröhrchen schon jetzt wunderschön.
Foto © Jörg Niederer
"Zeichnen ist eine Form des Nachdenkens auf dem Papier." Saul Steinberg (1914-1999), Karikaturist

Hingesehen

Bald schon wird er goldig gelb blühen, als eine der ersten Pflanzen im Jahr. Darauf bezieht sich auch der zweite Teil seiner lateinischen Bezeichnung "Edgeworthia chrysantha". "Chrysantha" stammt nämlich aus dem Griechischen und bedeutet "goldene Blüten". Wer genau hinsieht, erahnt unter den fein behaaren Kelchröhrchen die gelben Blütenblätter. Der "Japanische Papierbusch" wie er auf Deutsch genannt wird, stammt ursprünglich aus China und Myanmar. In Japan wurde er als Zierstrauch eingeführt. Dort wird aus seinen langen Bastfasern in einem aufwändigen Verfahren Japanpapier hergestellt. Dieses Papier ist zäh und leicht transparent und wird unter anderem für Kaligrafien verwendet.

Auch bei uns ist der 1,5 Meter hohe Busch ein Zierstrauch. Meine Frau bemerkte ihn am Rand des Friedhofs Sihlfeld in Zürich und war fasziniert von diesen silbrig schimmernden, warm bepelzten Blütendolden. Mal schauen, ob wir bald einem blühenden Exemplar begegnen. Dann werden wir den von den Blüten ausgehenden süssen Duft riechen können, der auch viele Insekten anlockt.

Jörg Niederer

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