Ein Zitat
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| Foto © Jörg Niederer |
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Ich bin unter die Weintester gegangen. Nicht dass ich viel davon verstehe, aber zumindest kann ich sagen, ob mir ein Wein schmeckt oder nicht.
Getestet habe ich zwei alkoholfreie Bioweine der Kellerei Lenz in Uesslingen. Zudem konnte ich bei einer Führung durch den besagten Weinberg auch noch den alkoholfreien Nullkommalenz Secco kosten, ein prickelndes Traubengetränk, von dem ich mir jederzeit wieder ein Glas einschenken würde.
Gehen wir zum Wein, den ich mir wohl nicht mehr kaufen würde: der alkoholfreie Nullkommalenz Rot. Natürlich kann man ihn trinken, aber ich mochte ihn nicht. Da fehlte irgendetwas, das typische Rotweine haben sollten.
Anders wiederum der AMESCO Cuvée Rosé 2024 aus den Trauben Cabernet Jura und Muscat Bleu. Sowohl meiner Frau wie auch mir hat er sehr gut geschmeckt. Der Wein kann mit alkoholhaltigen Roséweinen gut mithalten.
Die AMESCO AG ist übrigens das Unternehmen, welches den Alkohol aus dem Wein filtriert. Das gelingt recht gut, finde ich. Doch wie bei alkoholfreiem Bier ist auch der alkoholfreie Wein nicht ganz ohne Alkohol: bis 0,5% Vol. verbleiben im Getränk.
Nun frage ich mich, ob es wohl schwieriger ist, gute alkoholfreie Rotweine zu produzieren als andere Weine. Bei AMESCO jedenfalls werden keine alkoholfreien Rotweine verkauft. Das ist ein klares Indiz für diese Vermutung.
Jörg Niederer

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