Ein Zitat
"Nach dem zweiten Frühstück soll man sich, ohne viel Zeit verstreichen zu lassen, an einem schattigen oder kühlen, windgeschützten Platz zur Ruhe niederlegen." Diokles von Karistos (4. bis evtl. 3. Jahrhundert v. Chr.)
Foto © Jörg Niederer
Entdeckt
Die Tauben liegen einfach so da, zwischen den Stühlen und Tischchen. Die Hitze setzt ihnen zu. Ihr Schnabel ist leicht geöffnet. Nun hecheln sie sich Kühlung zu. Erschöpft ist ihre Energie. Nur widerwillig entfernt sich eine, als ich ihr zu nahe komme. Kaum einen Meter weiter legt sie sich wieder hin.
Vielleicht bist du auch erschöpft von der vergangenen Woche, von den heissen Temperaturen, vom Stress bei der Arbeit, von den Herausforderungen in der Familie. Da kommt der heutige Sonntag wie gerufen. Es ist der Ruhetag, der Tag, an dem man erschöpft sein darf. Es ist der Tag, an dem die Pflicht hinten anstehen soll. Gut, immer funktioniert das nicht. Aber versuche doch, wenigsten eine Stunde für dich selbst zu reservieren, in der dich nichts stören soll. Kein Smartphone-Ton, keine Kinder, kein Ehepartner, kein Chef, kein Staub oder Schmutz, keine Nachrichten, kein Fussballfrust. Eine Stunde, nur für dich allein. Eine Stunde, an dem der Friede Gottes Raum bekommen darf.
Jörg Niederer
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