Donnerstag, 2. April 2026

Saatkrähen in der Stadt

Ein Zitat

Eine Saatkrähe nisten mit zwei Duzend weiteren Artgenossen in dem Bäumen beim Rathausplatz Frauenfeld.
Foto © Jörg Niederer
"Wie der Schnabel, so die Lieder, Wie der Flug, so das Gefieder." Johannes Daniel Falk (1768-1826)

Hingesehen

Gerade jetzt fallen sie in den Städten auf. Sie sammeln sich auf Bäumen an hell beleuchteten Kreuzungen. Dort bauen sie ihre Nester aus Astwerk in die Kronen, in der Regel gleich zehn, zwanzig Stück. Es ist ein Kommen und Gehen. Ständig ist ihr Krächzen zu hören. Kleinere Streitereien sind an der Tagesordnung. Wer unter ihren Nistbäumen durchgeht, ist vor biologischem Beschuss nie ganz sicher. Davon zeugen die vielen weisen Einschläge auf dem Asphalt.

Ich spreche von den Saatkrähen. Sie ziehen es vor, in Kolonien zu brüten. Das gibt einen grösseren Schutz vor Greifvögeln. In der Nacht kann sich der Uhu, des Lichts der Strassenlampen wegen, weniger unbemerkt einen der grossen schwarzen Vögel holen.

Faszinierend finde ich den fast nackten, grauen, leicht nach unten gebogenen und kräftigen Schnabel, mit dem sie in den Feldern nach allerlei Getier und Samen suchen. 

Saatkrähen sind intelligent. Das macht es schwierig, sie von einem Ort zu vertreiben. Es macht es aber auch sehr interessant, ihrem Treiben zuzuschauen.

Jörg Niederer

2 Kommentare:

  1. Omnipräsent... die Begrenzungsinitiative der SVP machte hier wohl mehr Sinn🫤

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das muss nicht sein. (oder besser: es ist schon geschehen.) Denn diese Krähenart ist ausserhalb der Schonzeit zur Jagd freigegeben.

      Löschen

Empfohlen

KATAPAVUSIS

Ein Zitat Foto © Jörg Niederer "Ursprünglich aus Graubünden stammend, haben Totenbeinli eine lange Tradition." Rezept auf Graubün...