Ein Zitat
"Ich glaube, die Welt ist wunderbar, und des Menschen Herz noch wunderbarer." Bettine von Arnim (1785-1859)
Hingesehen
Seit dem 28. Oktober bin ich immer einmal wieder tageweise unterwegs von Kapelle zu Kinderkrippe zu Altersheim zu Spital der Evangelisch-methodistischen Kirche. In 35 Etappen sind bisher 420 Kilometer schweizerisches Mittelland mit zwei Abstechern in die Alpen zusammengekommen. Im Grossraum Zürich gestartet ging es erst mal nach Glarus, dann wieder zurück in die Stadt Zürich und weiter mit einem Abstecher über Affoltern am Albis nach Aarau. Von dort führte mich der Weg nach Luzern und zurück an den Jurarand in die Stadt meiner Kindheit nach Olten. Durchschnittlich 12 Kilometer war ich dabei unterwegs. Es waren also durchaus Genusstouren. Ich bin selbst da, wo ich mich gut auskenne, mir unbekannte Wege gegangen und habe viel Neues und Faszinierendes entdeckt. Jahreszeitlich stapfte ich durch den Herbst, Winter und Frühling. Gebäude sah ich viele, die nach wie vor der Kirche und ihren "Tochtergesellschaften" gehören. Aber ich kam ebenfalls an vielen einstigen methodistischen Wirkorten vorbei, die heute nicht mehr kirchlich genutzt werden. Wenn ich mich nur schon an die Orte zurückerinnere, auf denen ich als Pfarrer die letzten 40 Jahre wirkte, dann gibt es von 19 Predigtstationen 12 nicht mehr. Umso erfreulicher waren die Begegnungen an den Orten, an denen ich auf Gemeindeglieder und Berufskolleg:innen traf. Sei es in Gottesdiensten oder zum Kaffee in einer Pfarramtsstube.
Es geht weiter. Die nächsten 100 Kilometer führen mich durch den Oberaargau und das Unteremmental nach Burgdorf. Dann geht es ins Seeland nach Biel und anschliessend über den Jura nach Basel und wieder zurück nach Zürich. Ich bin gespannt, was mich auf diesen Wegen erwartet.
Jörg Niederer

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