Samstag, 23. Mai 2026

Die zwielichtige Halblichtblume

Ein Zitat

Der Wiesen-Bocksbart ist eine ganz und gar essbare Wildpflanze mit speziellen Blütezeiten.
Foto © Jörg Niederer
"Ist der Bocksbart erst verblüht, so ragen die trockenen Blüten wie ein Ziegenbart aus den grünen Hüllblättern – und daher stammt auch der deutsche Name." Botanischer Garten Bern

Entdeckt

Man muss nicht in die Metadaten der Fotografie schauen, um sicher zu sagen, dass das Bild an einem sonnigen Tag vor 14.00 Uhr aufgenommen worden ist. Denn dann begibt sich (wenn man das so sagen will bei einer Pflanze, die sich nicht vom Fleck bewegt,) denn dann begibt sich der Wiesen-Bocksbart bereits in den Feierabend und schliesst seine wunderschöne Blütenpracht. Die Pusteblume, sie entwickelt eine Samenkugel wie der Löwenzahn, ist in allen Teilen essbar. Also daran denken, sollte es einmal zu einem Mangel an Spargeln oder auch Schwarzwurzeln kommen. Dann grabe man die Wurzel des Wiesenbocksbarts aus, oder pflücke die jungen Triebe des Stängels und bereite sie entsprechend zu. Als Dip kann man Letztere auch verwenden, oder die Blätter als Salat oder gekocht als Spinatersatz. Zudem ist der Wiesen-Bocksbart nicht selten.

Er sei, so heisst es, eine Halblichtpflanze, was wiederum irgendwie zwielichtig klingt. Da frage ich mich, wie lange es wohl dauert, bis diese schöne Blume nicht nur auf dem Teller landet, sondern auch Eingang in einen Kriminalroman findet.

Jörg Niederer

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